Monat Juni
Multiple-Visit-Behandlung einer ausgedehnten apikalen Parodontitis
In verschiedenen Studien wurde an mehr als 60% aller wurzelkanalbehandelter Zähne apikale Aufhellungen festgestellt. Der hier vorgestellte Fall zeigt eine symptomatische apikale Parodontitis des Zahnes 26 mit einer unvollständigen Wurzelkanalbehandlung. Auf der Röntgenausgangsaufnahme sind scharf kortikal abgegrenzte apikale Aufhellungen von einem Durchmesser von etwa 1-2cm erkennbar (Abb. 1).
Nach der orthograden Entfernung des Wurzelfüllmaterials kam es zum spontanen Pusaustritt. Nach Darstellung, Sondierung und Aufbereitung des
gesamten Wurzelkanalsystems erfolgten eine ultraschallaktivierte Spülung mit NaOCl und eine Zwischeneinlage mit Ca(OH)2.
Sowohl die korrekturbedürftige Wurzelkanalfüllung (Abb. 1und 5) als auch ein nicht vollständig instrumentiertes und desinfiziertes Kanalsystem und die daraus resultierende fortbestehende mikrobielle Infektion können als Ursache der periapikalen Entzündungsreaktion angenommen werden. Die
Wurzelkanalfüllung erscheint auf der Kontrollaufnahme vollständig und wandständig und weist apikal diskrete technikbedingte Sealerpuffs auf (Abb.
2). 6 und 15 Monate p. op. ist eine deutliche Verkleinerung der apikalen Aufhellung erkennbar, so dass von einer deutlichen Heilungstendenz
ausgegangen werden kann (Abb. 3 und 4).
Zahnarzt Mario Müller, Berlin,
mueller@ku64.de

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